2065

Befasst man sich mit der Frage, wie sich die Alpenregionen in den kommen 50 Jahren verändern könnten, landet man erst einmal bei Mark Twain und seinem Hinweis, Prognosen seien eine schwierige Angelegenheit, insbesondere, wenn sie die Zukunft betreten. Bei genauer Betrachtung sieht man aber durchaus konkrete Anzeichen für Umbrüche, die diesen oftmals als strukturschwach bezeichneten Regionen bevorstehen. Im Folgenden werden Aspekte beleuchtet und Schlüsse gezogen, die vielleicht nicht zwingend zu erwartet sind. Demenzdörfer, Ratings und Doku-Soaps gehören jedenfalls bisher weniger zum assoziierten Inventar als Sessellift Schneebar und Après Ski. Nach welchen Gesichtspunkten soll man sich also den Alpen im Jahr 2065 annähern? Der Autor orientiert sich nicht zuletzt an aktuellen Entscheidungsmustern. Dazu gehört die Ausrichtung des politischen Handelns allein nach wirtscha lichen Gesichtspunkten. Stimmt der Pro t, stimmt auch die Entscheidung. Die formulierten Entwicklungsideen mögen teilweise gesucht erscheinen, vereinzelt sind sie schon heute Realität. Wohlan.
Wandert man in Gedanken an die Alpen in 50 Jah-en durch das Tessiner Blenio-Tal, erkennt man bald überall Spuren der Zukunft. Die Abraumhalde eines Granit-Steinbruchs weist auf wirtscha liche Potenziale, die noch nicht ausgeschöp sind und vielleicht innert einem halben Jahrhundert Bedeutung erlangen. Die Verkaufsangebote für stillgelegte Hotelanlagen und vernachlässigten Häusern erzählen hingegen von der touristischen Erosion, die scheinbar nichts aufzuhalten vermag. Realität ist auch heute schon und nicht nur hier: attraktive Arbeitsplätze und Einkaufsmöglichkeiten ndet man nur noch in entfernten Zentren. Zum Beispiel Tourismus ...
Beginnen wir also mit der Zukun des alpinen Tourismus. Noch nicht ganz von dieser Idee beseelt war wohl Hannibal, als er vor mehr als 2’200 Jahren mit 37 Elefanten und 50‘000 Soldaten die Alpen überquerte. Die Geschichte endete für den Reisenden recht unerfreulich, so dass das ema Bergtourismus für ein paar Jahrhunderte buchstäblich auf Eis gelegt wurde. Seit 200 Jahren hat sich jedoch das Geschä mit der Bergromantik und dem archaischen Leben droben auf den Bergen entwickelt. Dort wo sich Mensch und Natur so nahe scheinen wie kaum an einem anderen Ort. Der Tourismus wurde in einigen Regionen nach industriellen Mustern weiterentwickelt, andere Gebiete haben die Wertschöpfung in den Mittelpunkt gestellt. Exklusivität hat Destinationen wie St Moritz, Lech am Arlberg, Courchevel oder Kitzbühel Einnahmen beschert, von denen die kleinen Orte nicht einmal träumen können. Geht es nach den Tourismus-Experten, sind es diese exklusiven Orte, die Zukun haben. Sogar Nordkorea hat kürzlich angekündigt, einen Luxus-Wintersportort zu bauen. Touristisch wandelten sich die Alpen immer vom Erholungsund Kurort zum Event, und ohne Event bleiben inzwischen die Gäste weg. Für Gebiete wie das Valle di Blenio ist der Zug wohl schon vor ein paar Jahren abgefahren. Selbst sommerliche WanderferienAngebote bieten lokal nur geringe Wertschöpfung. Zu diesen Problemen gesellt sich die abnehmende Schneesicherheit. In tieferen Lagen, die bis anhin Familien ins preiswerte Schneevergnügen lockten, ist fast ganzjährig grün die dominierende Farbe. Die Betten bleiben leer. Viele kleine Touristikorte suchten ihr Heil noch in der Fusion zu einem grösseren Ganzen. Allein mehr Li anlagen und Pistenkilometer sollen Anziehungskra entwickeln. Aber selbst diese Karte sticht kaum mehr: Kein Schnee, kein Event – Kein Event, keine Gäste.

Warten auf das Rating

Mit dem Mut der Verzwei ung investieren diese Orte noch immer in neue Bergbahnen, Schneekanonen und Parahotellerie. Der kostspielige Verdrängungswettbewerb gegen den Rückgang der Gästezahl fordert jedoch Opfer. Weil die Investitionen kaum zu re nanzieren sind, steht o nur noch die ö entliche Hand als Kapitalgeberin bereit. Sie verzerrt mit Beiträgen den Wettbewerb, verhindern den Strukturwandel und hält Destinationen am Leben, die à la longue doch nicht überlebensfähig sind. Früher oder später werden sich diese Regionen dem Druck beugen. Die Nischen, wie Öko-, Kulturoder Gourmettourismus ist allerdings von vorausschauenden Orten bereits besetzt. Sie haben einer Wachstumsstrategie zugunsten einer kleinen aber feinen Kundscha rechtzeitig abgeschworen. Der Tag kommt, an dem Ratingagenturen wie Moody’s die Alpen einteilt in touristisch wertvolle, also solche mit hoher Wertschöpfung und solche mit geringer oder gar negativer Wertschöpfung. Die zweite Wahl eignet sich nach dieser Trennung gerade noch als Steinbruch. Unter diesen Vorgaben würden die «werthaltigen Teile» der Alpen wohl konsequenterweise privatisiert. Hedge-Fonds-Manager bündeln die Werte und verscha en damit ihren Anlegern eine gute Rendite. Was nach billigem Finanzwirtscha s-Bashing klingt, lässt sich bereits an realen Entwicklungen in Mecklenburg-Vorpommern ablesen. Hier haben internationale Finanzunternehmen längst begonnen, gutes Landwirtscha sland einzusammeln, um es gebündelt als Wertanlagen auf den Markt zu bringen. In der Konsequenz werden grossse Tourismusregionen auf einzelne attraktive Orte schrumpfen. Orte die ausreichend Mittel generieren, um die laufenden Investitionen zu re nanzieren. «Auch-wir-habeneinen-Skili »-Ziele verschwinden dagegen von der touristischen Landkarte. Nachdem der alpine Touris- Befasst man sich mit der Frage, wie sich die Alpenregionen in den kommen 50 Jahren verändern könnten, landet man erst einmal bei Mark Twain und seinem Hinweis, Prognosen seien eine schwierige Angelegenheit, insbesondere, wenn sie die Zukun betre en. Bei genauer Betrachtung sieht man aber durchaus konkrete Anzeichen für Umbrüche, die diesen o mals als strukturschwach bezeichneten Regionen bevorstehen. Im Folgenden werden Aspekte beleuchtet und Schlüsse gezogen, die vielleicht nicht zwingend zu erwartet sind. Demenzdörfer, Ratings und Doku-Soaps gehören jedenfalls bisher weniger zum assoziierten Inventar als Sesselli , Schneebar und Après Ski. Nach welchen Gesichtspunkten soll man sich also den Alpen im Jahr 2065 annähern? Der Autor orientiert sich nicht zuletzt an aktuellen Entscheidungsmustern. Dazu gehört die Ausrichtung des politischen Handelns allein nach wirtscha lichen Gesichtspunkten. Stimmt der Pro t, stimmt auch die Entscheidung. Die formulierten Entwicklungsideen mögen teilweise gesucht erscheinen, vereinzelt sind sie schon heute Realität. Wohlan. Wandert man in Gedanken an die Alpen in 50 Jahren durch das Tessiner Blenio-Tal, erkennt man bald überall Spuren der Zukun . Die Abraumhalde eines Granit-Steinbruchs weist auf wirtscha liche Potenziale, die noch nicht ausgeschöp sind und vielleicht innert einem halben Jahrhundert Bedeutung erlangen. Die Verkaufsangebote für stillgelegte Hotelanlagen und vernachlässigten Häusern erzählen hingegen von der touristischen Erosion, die scheinbar nichts aufzuhalten vermag. Realität ist auch heute schon und nicht nur hier: attraktive Arbeitsplätze und Einkaufsmöglichkeiten ndet man nur noch in entfernten Zentren. Zum Beispiel Tourismus die Entvölkerung der Bergtäler lange aufgehalten hat, werden sie ausgezehrt oder müssen eine neue Lebensgrundlage nden.



Von der Schneebar in die Pflegestation

Wollen einzelne Alpenregionen ihren Bewohnern in fünfzig Jahren noch ein Auskommen bieten, benötigt es neue Ideen, um Arbeitsplätze zu scha en. Die Bauernsöhne, die heute noch am Skili stehen und den Gästen mit einem fröhlichen «Servus» oder «Grüezi» einen Bügel reichen, nden sich am Ende vielleicht gemeinsam mit den Bergbauerntöchtern als gesuchte Krä e in einer Altersresidenz «Alpenblick». Die demogra sche Entwicklung lässt jedenfalls erahnen, dass Plätze für P egebedür ige nicht erst in 50 Jahren Mangelware sein werden. In den Städten ist der Wohnraum teuer und möglicherweise wird der ins Alter gekommene Teil der Bevölkerung dort ohnehin als störende Spassbremse empfunden. Gelebt wird in den städtischen Zentren. Gestorben wird an der Peripherie. Wenn heute über die preiswerte Unterbringung der «Senioren» in Nordailand (weil da doch immer so schönes Wetter herrscht!) diskutiert wird, könnte die naheliegende Lösung demnächst in von Touristen verlassenen Regionen liegen. Hotelanlagen mit geeigneter Infrastruktur stehen bereit, sie müssten lediglich dem neuen Zweck angepasst werden. Die Alpenlandscha eignet sich hervorragend als Kulisse für Altenheime und Hospize. Und sollten sich das au ommende Modell der «Demenzdörfer», das den Erkrankten eine in sich geschlossene künstliche Welt anbietet, weiter durchsetzen, wären die Alpendörfer geradezu prädestiniert. Steinige Filmkulissen Für Menschen aus entfernten Ländern bleibt der Alpenraum – passiere, was will –weiterhin ein Sehn- suchtsort. Heidi, Alpöhi und Geissenpeter haben sich nachhaltig ins Bewusstsein eingeprägt, spätestens seit die Heimwehgeschichte von japanischen Produzenten in eine international erfolgreiche Trick lm-Serie gegossen wurde. Mit dem Label «Heidiland» verkau man nicht nur Yoghurt, Milch und Käse, asiatischen Reisenden versprechen diese Namen emotionale Zusatzwerte. Für Bollywood-Filme wird das Alpenpanorama immer wieder als beliebter Schauplatz und Hintergrund eingesetzt Und was in Indien funktioniert, müsste doch auch bei Mitteleuropäischen Gemüern Anklang nden. Das Potenzial für Sitcoms vor felsiger Kulisse ist mit dem «Bergdoktor» zweifellos noch nicht ausgeschöp . Wenn immer mehr Menschen «Landliebe» und verwandten He e lesen, ist das eine gute Voraussetzung. Der Urbane sucht eigentlich die Landidylle, nur der Landbewohner will in die Stadt. Das Geschä smodell des Alpentourismus basiert seit jeher auf diesem Bedürfnis nach heiler Welt – notabene ohne es zu stillen. Mit denjenigen Leute, die im «Demenzdorf» keinen Job nden, könnten also RealityTV-Formate gefüllt werden. Beispielsweise unter dem Titel «Senn sucht Frau» oder eine fantasievolle Variante mit Prominenten, die sich auf schmalen Wanderwegen bergwärts verirren. Wenn Ferienregionen mit ihren Filmförderungsbudgets dafür sorgen, immer wieder in Szene gesetzt zu werden, müsste das auch Alpendörfern gelingen

Abraumhalde oder Endlager?

«Die Schweiz ist steinreich», ist eine Redewendung die nicht nur auf die Banken bezogen wird, sondern nun auch in der Bauwirtscha in den letzten Jahrzehnten Konjunktur hat. Gleiches erfährt man auch aus Deutschland oder Österreich. Gemeint sind die Granit und Marmorsteine, die in allen Regionen des Alpenraums abgebaut werden. Die Küchendeckung aus Legiuna-Augengneis aus dem Bleniotal oder Schärdinger Granit aus Oberösterreich bieten eine Haltbarkeit, die die Lebensdauer der darunter eingesetzten Abwaschmaschine um ein vielfaches überlebt. Früher kamen heimische Steine bestenfalls auf Gräbern zum Einsatz. Inzwischen boomt dieses Produkt in Küche, Badezimmer, auf dem Gartenweg, bei Hausfassaden und der Errichtung von Trockensteinmauern. Sollte diese Entwicklung weiter gehen, könnten die Alpen, dort wo der Tourismus aufgegeben wird, zum Rohsto ager der Bauindustrie und zur Abraumhalde entwickeln. Aber selbst, wenn kommende iPhoneGenerationen der noch zu er ndenden Modellreihe «iStone» millionenfach in hochwertigem AlpenGranit geliefert werden, dür e der Wertsto in den nächsten 50 Jahren nicht rar werden. Immerhin umfasst der Alpenraum 200‘000 Quadratkilometer. Und wer weiss, vielleicht dienen die ausgeschöp en Steinbrüche eines Tages als Zwischenlager für die Überreste des Atomenergie-Zeitalters.

Sonne ist das neue Wasser

Gerne werden die Alpen als Wasserschloss Europas gepriesen. Damit ist nicht nur die Versorgung mit Wasser für die Haushalte, Industrie und Landwirtscha gemeint. Die Alpen waren in den vergangenen Jahrzehnten mindestens so sehr unverzichtbare Bestandteile der Energieversorgung. Als Lau ra werke werden die Flüsse zur Energiegewinnung eingesetzt, Speicherkra werke oder Pumpspeicherwerke dienen in den Alpen als zentrale Akkus für die Deckung von Bedarfsspitzen. F die Rahmenbedingungen für die Wasserkra grundlegend verändert. umgesiedelt. Tourismus aufgegeben wird zum Rosto ager und Abür den Bau von Speicherseen wurden immer wieder, wie so wir das in den letzten Jahren aus China und Brasilien hörten, auch ganze Dörfer über utet und umgesiedelt. Mit der Katastrophe von Fukushima 2011 haben sich die Rahmenbedingungen für die Wasserkra grundlegend verändert. Der forcierte Ausbau von Erneuerbaren bringt einerseits ein höheres Interesse an der Wasserenergie, gleichzeitig lässt der zurückgehende Energieverbrauch in Verbindung mit dem wachsenden Angebot von Solarund Windkra anlagen die Strompreise auf ein Niveau sinken, das den Neubau und Betrieb der Pumpspeicherwerke zum Verlustgeschä macht. Welche Zukun die über 550 Wasserkra werke im Alpenraum haben ist ungewiss. Bedenkt man, dass die Wasserkra nutzung neben dem Tourismus die einzige moderne Wirtscha sform ist, die Ressourcen im hochalpinen Raum nutzt, verdüstert sich die Ausgangslage für die Bevölkerung. Schweizer Gemeinden auf deren Gebiet sich Wasserkra anlagen be nden bekommen neben sicheren Arbeitsplätzen beträchtlichen Abgaben in Form von Wasserzinsen und Steuern der Kra werkgesellschaften. Dass die Energiewende in den nächsten 50 Jahren gravierende Veränderungen bringt, steht ausser Frage. Bereits werden geeignete Berghänge mit Solar-Panels bestückt, erste Signale einer Umwälzung. Und für das riesige Wasserreservoir zeichnet sich auch schon eine rege Diskussion über die Privatisierung der Trinkwasserversorgung ab.

Nahe bei Gott

«Glaube versetzt Berge», heisst es beim Evangelisten Matthäus. Wenn also die wirtschaftiche Basis der Bergregionen in allen wichtigen Bereichen erodiert, hilft vielleicht der Glaube. Maharishi Mahesh Yogi sorgte beispielsweise im schweizerischen Seelisberg 1972 für einen kurzen wirtscha lichen Boom, als er ein in die Jahre gekommenes Hotel zu einem Zentrum für Transzendentale Meditation umfunktionierte. Hier sollte die ganze Welt in einen Zustand des Friedens und des Wohlstands geführt werden. Für Aufsehen sorgt vor allem das Yogische Fliegen, das durch einen höheren Bewusstseinszustand möglich sei. Dass das Dorf durch die «Sti ung für das Hauptzentrum des Zeitalters der Erleuchtung» mehr Einwohner bekam, konnte nicht kompensieren, dass die Infrastruktur, etwa für Trinkwasser oder Kanalisation, für viel Geld ausgebaut werden musste. Gleichzeitig beanspruchte die Sti ung Steuerfreiheit. Als die Erleuchteten auch noch den einzigen Dor aden au au en, fühlten sich die Einheimischen überrollt. In Seelisberg besteht 40 Jahre später noch ein Gesundheitszentrum mit Ayurveda-Heilangeboten und die «Maharishi European Research University» residiert weiterhin hier. Auch wenn das Beispiel nur teilweise eine Erfolgsgeschichte ist, könnte der Alpenraum mit seinen grossen Rückzugsräumen weitere nanzkrä igen Institutionen von Religionsgemeinscha en anziehen. Einige Gemeinden wären im Laufe der nächsten fünf Jahrzehnten vielleicht froh, sie könnten gleich ihr ganzes Dorf en bloc und nicht nur den Dor aden verkaufen. Matthäus Geschichte müsste man dann möglicherweise umformulieren. «Berge versetzen Glauben».

Fazit

Die formulierten Szenarien gehen insbesondere davon aus, dass die Frage, was mit den Alpen geschehen soll, von der Politik überhaupt gestellt wird und die Wirtscha sich die Mühe macht, das wirtscha liche Potenzial zu erfassen. Gut möglich, dass Politik und Wirtscha in den nächsten 50 Jahren weiter mit der Ausbeutung von der ersten bis zur dritten Welt vollauf beschä igt sind. Die Rettung von Banken und Fluggesellscha en sowie der Beschä igung mit zweitrangigen Fragen, welche die ganzen intellektuellen Ressourcen beanspruchen und deshalb die Alpen-Frage einfach an die nächste, noch ungeborene Generation weiterreichen wird. Genau diese Annahme scheint die wahrscheinlichste. Ist doch allein schon die Entsorgung unseres radioaktiven Mülls eine Herkulesaufgabe, die mehrere Legislaturperioden füllt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Politik ihre Kapazitäten während fünf Jahrzehnten damit erschöp , auch diese Aufgabe kommenden Generationen weiterzureichen, unterstreicht diese Annahme. Sicher wird sich in den sechziger Jahren des 21. Jahrhunderts jemand fragen:«Was wird mit den Alpen in 50 Jahren sein». Wenn diese Generation Glück hat, werden Wirtscha und Politik auch in diesen Jahrzehnten mit ihrem Scheitern auf heute noch unbekannten Feldern vollauf beschä igt sein Der Blick zurück gibt indes wenig Anlass zu Optimismus. Hätte man sich 1965 schon einmal nach der Zukun der Alpen erkundigt wäre die Prognose sicher positiver als die heutige Realität ausgefallen. Und falls der Leserscha die eingenommene Perspektive zu pessimistisch erscheint, der Tröste sich mit der wissenscha lichen geologischen Erkenntnissen: «Die Alpen wachsen jedes Jahr um mehr als einen Millimeter». Es geht also aufwärts. Was wollen wir mehr?

 

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